Dorico Pro 3.0.10

Neue Funktionen
Plattformunabhängige Dokumentation
Diese Dokumentation gilt für die Betriebssysteme Windows und macOS.
Konventionen
In unserer Dokumentation verwenden wir typografische und Markup-Elemente, um Informationen zu strukturieren.
So können Sie uns erreichen
Im Hilfe-Menü finden Sie Optionen, über die Sie auf weitere Informationen zugreifen können.
Erste Schritte
Dieses Kapitel hilft Ihnen bei den ersten Schritten in Dorico Pro.
Orientierung
In den folgenden Abschnitten erhalten Sie einen Überblick über die Benutzeroberfläche und den Aufbau von Dorico Pro.
Ein neues Projekt beginnen
Nachdem Sie einen ersten Eindruck von der Dorico Pro-Benutzeroberfläche bekommen haben, können Sie mit der Eingabe Ihrer eigenen Musik beginnen. In diesem Abschnitt erfahren Sie, wie Sie ein neues Projekt einrichten.
Noten schreiben
Nachdem Sie Ihr Projekt eingerichtet haben, können Sie mit dem Schreiben von Noten beginnen.
Dorico-Konzepte
Dorico basiert auf einer Reihe von Schlüsselkonzepten, die auf seiner Design-Philosophie fußen.
Design-Philosophie und übergeordnete Konzepte
Bei der Entwicklung einer Notationssoftware wie Dorico, die besonders für Benutzer interessant sein dürfte, die bereits mit Notationsanwendungen vertraut sind, ist eine umfassende Auseinandersetzung mit dem Design erforderlich. Dorico hat ein fortschrittliches Design, das sich an musikalischen Konzepten statt an programmatischer Einfachheit orientiert, was viele Vorteile bietet.
Benutzeroberfläche
Die Benutzeroberfläche von Dorico Pro ist so gestaltet, dass sie möglichst wenig ablenkt, aber dennoch sofortigen Zugriff auf alle wichtigen Werkzeuge bietet.
Fenster
Dorico Pro beinhaltet ein Projektfenster und schwebende Fenster.
Arbeitsumgebung einrichten
In Dorico Pro können Sie Ihre Arbeitsumgebung gemäß Ihrer Arbeitsweise einrichten.
Programmeinstellungen-Dialog
Im Programmeinstellungen-Dialog können Sie permanente Einstellungen für Ihre Arbeitsumgebung vornehmen und wichtige Tastaturbefehle festlegen.
Projekt- und Dateiverwaltung
Neben dem Öffnen und Importieren/Exportieren von Projekten und anderen Dateiformaten umfasst die Projekt- und Dateiverwaltung auch die automatische Speicherung und Projekt-Backups.
Hub
Wenn Sie Dorico Pro starten, wird der Hub geöffnet. Der Hub hält Sie mit aktuellen Dorico Informationen und Tutorials auf dem Laufenden und hilft Ihnen beim Organisieren Ihrer Projekte.
Projekte aus anderen Dorico-Versionen
Sie können Projekte öffnen, die zuletzt in anderen als Ihrer aktiven Version von Dorico gespeichert wurden. In solchen Fällen zeigt Dorico Pro einen Warnhinweis an, um Sie auf eventuelle Folgen hinzuweisen.
Fehlende Schriften (Dialog)
Der Dialog Fehlende Schriften wird angezeigt, wenn Sie ein Projekt öffnen, das eine Schrift enthält, die nicht auf Ihrem Computer installiert ist. Im Dialog können Sie auf Ihrem Computer installierte Ersatzschriften auswählen.
Datei-Import und -Export
Externe Dateien sind Dateien in von Dorico-Projekten abweichenden Formaten, wie MIDI, MusicXML oder Tempospuren. In Dorico Pro ist sowohl der Import als auch der Export von verschiedenen Dateitypen möglich.
Automatisch speichern
Die Funktion zum automatischen Speichern speichert in regelmäßigen Abständen eine Version des aktiven Projekts, einschließlich neuer Projekte, die Sie noch nicht explizit gespeichert haben. Dies mindert das Risiko, erhebliche Mengen an Arbeit zu verlieren, wenn Sie ein Projekt versehentlich schließen, ohne es zu speichern, oder im unwahrscheinlichen Fall, dass Dorico Pro oder Ihr Computer abstürzt.
Projekt-Backups
Dorico Pro speichert Backup-Versionen Ihrer Projekte jedes Mal, wenn Sie diese explizit speichern. Standardmäßig werden die letzten fünf Speichervorgänge als Backups gespeichert.
Einrichten-Modus
Im Einrichten-Modus können Sie die grundlegenden Elemente Ihres Projekts einrichten: Instrumente und die dazugehörigen Spieler, Partien, Layouts und Videos. Außerdem können Sie das Zusammenspiel zwischen diesen Elementen festlegen, indem Sie zum Beispiel ändern, welche Spieler bestimmten Layouts zugewiesen werden.
Projektfenster im Einrichten-Modus
Das Projektfenster im Einrichten-Modus enthält die Standard-Werkzeugzeile, den Notenbereich und die Statuszeile. Es bietet Bereiche mit allen Werkzeugen und Funktionen, die Sie zum Hinzufügen von Spielern und Instrumenten sowie zum Erstellen der Layouts und Partien für Ihr Projekt benötigen.
Projekt-Info (Dialog)
Im Dialog Projekt-Info können Sie Informationen zum gesamten Projekt und jeder Partie darin separat angeben, etwa Titel, Komponisten und Textdichter, da diese bei unterschiedlichen Partien abweichen können. Sie können dann mit Hilfe von Text-Token in Textrahmen auf diese Einträge verweisen.
Layout-Optionen (Dialog)
Der Dialog Layout-Optionen bietet mehrere Optionen, mit denen Sie die Art der Anordnung der Notation auf den Seiten Ihrer Layouts ändern können.
Spieler, Layouts und Partien
In Dorico Pro sind Spieler, Layouts und Partien alle miteinander verbunden. Da Spieler und Partien nicht einer einzelnen Partitur, sondern dem übergeordneten Projekt zugeordnet werden, können Sie sie zum Beispiel im Projekt speichern, ohne dass sie in der Gesamtpartitur angezeigt werden.
Spieler
In Dorico Pro kann ein Spieler für einen einzelnen Musiker oder mehrere Musiker innerhalb derselben Sektion stehen. Spieler halten Instrumente, weswegen Sie mindestens einen Spieler zu Ihrem Projekt hinzufügen müssen, bevor Sie Instrumente hinzufügen können.
Ensembles
Wenn Sie in Dorico Pro ein Ensemble hinzufügen, werden Ihrem Projekt mehrere Spieler gleichzeitig hinzugefügt.
Instrumente
In Dorico Pro ist ein Instrument ein einzelnes Musikinstrument wie ein Klavier, eine Flöte oder eine Violine. Auch menschliche Stimmen wie Sopran oder Tenor gelten als Instrumente.
Spielergruppen
Eine Gruppe entspricht einer Reihe von Musikern, die als Einheit behandelt werden, z. B. ein Chor in einem Werk für Doppelchor oder ein Ensemble, das neben der Bühne spielt. Spielergruppen haben ihre eigenen Klammern.
Partien
Partien sind separate Abschnitte von Noten, die in Bezug auf ihren musikalischen Inhalt vollkommen unabhängig sind: Sie können vollkommen unterschiedliche Spieler, Taktarten und Tonarten haben. Ein einzelnes Projekt kann eine beliebige Anzahl von Partien enthalten.
Layouts
Layouts verbinden musikalische Inhalte, welche durch Partien und Spieler dargestellt werden, mit Regeln für Seitenformatierung und Notensatz und ermöglichen es Ihnen, eine paginierte Musiknotation zu erstellen, die in verschiedenen Formaten gedruckt oder exportiert werden kann. Einzelstimmen-Layouts enthalten zum Beispiel nur die Noten für den jeweiligen Spieler, wohingegen Gesamtpartitur-Layouts alle Notenzeilen im Projekt enthalten.
Spieler-, Layout- und Instrumentennamen
In Dorico Pro, können Sie drei verschiedene Namen verwenden, um sich auf denselben Spieler in unterschiedlichen Kontexten zu beziehen. Auf diese Weise können Sie relevante Informationen an verschiedenen Stellen der Partitur anzeigen.
Partienamen und Partietitel
Wenn Sie eine Partie zu einem Projekt hinzufügen, wird als Standardname dieser Partie Partie sowie eine aufsteigende Nummer angezeigt. Sie können Partien im Projekt-Info-Dialog sowie im Partien-Bereich des Einrichten-Modus umbenennen.
Videos
Dorico Pro unterstützt die Nutzung von Videos und der mit ihnen verbundenen Notationselemente wie Markern oder Timecodes und ermöglicht es Ihnen, geeignete Tempi auf Basis der Positionen von wichtigen Markern zu finden.
Schreiben-Modus
Im Schreiben-Modus können Sie Ihre Noten eingeben und bearbeiten und dabei auch die rhythmischen Positionen von Elementen und die Tonhöhe von Noten ändern sowie Noten und Elemente löschen. Die verfügbaren Werkzeugfelder und Bereiche ermöglichen Ihnen die Eingabe aller gängigen Noten und Notationselemente.
Projektfenster im Schreiben-Modus
Das Projektfenster im Schreiben-Modus enthält die Standard-Werkzeugzeile, den Notenbereich und die Statuszeile. Es bietet Werkzeugfelder und Bereiche mit den Werkzeugen und Funktionen, die Sie zum Schreiben Ihrer Noten benötigen.
Notationsoptionen-Dialog
Der Notationsoptionen-Dialog bietet mehrere Optionen, mit denen Sie Änderungen vornehmen können, die die Standardeinstellungen für Musiknotation in jeder Partie beeinflussen.
Noteneingabe-Optionen (Dialog)
Der Dialog Noteneingabe-Optionen bietet verschiedene Optionen, mit denen Sie festlegen können, wie Dorico Pro standardmäßig die Daten und MIDI auslegt, die Sie eingeben.
Eingeben vs. Bearbeiten
Dorico Pro unterscheidet zwischen den Verfahren für das Eingeben und Bearbeiten von Noten.
Rhythmisches Raster
Das rhythmische Raster ist eine rhythmische Längeneinheit, deren Wert bestimmte Aspekte der Eingabe und Bearbeitung beeinflussen, zum Beispiel, wie sehr Elemente sich bewegen. Es steuert jedoch nicht die Dauer der von Ihnen eingegebenen Noten und Elemente.
Noteneingabe
Sie können in Dorico Pro Noten nur während der Noteneingabe (wenn die Eingabemarke aktiviert ist) eingeben. Damit lassen sich Notationen an der Position der Eingabemarke gleichzeitig mit der Noteneingabe eingeben, was auch das Risiko reduziert, versehentlich Noten in Notenzeilen einzufügen.
MIDI-Aufnahme
MIDI-Aufnahme ist eine Möglichkeit, in Dorico Pro Noten einzugeben, indem man sie in Echtzeit auf einem MIDI-Gerät spielt. Dies kann besonders nützlich sein, wenn Sie z. B. eher improvisieren wollen, anstatt Tonhöhen und Notenlängen vorab zu planen.
Notationselemente eingeben
Sie können viele Arten von Notationselementen eingeben, sowohl während der Noteneingabe als auch durch Hinzufügen zu vorhandenen Noten. In Dorico Pro ist Notationselement ein weit gefasster Begriff, der viele verschiedene Elemente abdeckt, darunter Artikulationen, Bindebögen, Dynamikanweisungen und vieles mehr.
Bearbeiten und auswählen
Dorico Pro bietet Ihnen viele unterschiedliche Arten zum Bearbeiten und Auswählen der Elemente in Ihrem Projekt, von der Auswahl einzelner Elemente bis zu einer Auswahl, die sich über mehrere Notenzeilen erstreckt.
Navigation
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um in dem Layout zu navigieren, das aktuell im Notenbereich geöffnet ist. Sie können zum Beispiel die Auswahl auf unterschiedliche Elemente verlegen oder bestimmte Taktzahlen oder Seiten in den Fokus rücken. Viele Navigationsmethoden funktionieren in mehreren Modi.
Hinweise
In Dorico Pro zeigen Hinweise die Positionen wichtiger Elemente oder Änderungen an, die nicht in der Partitur sichtbar sind, zum Beispiel Tonarten ohne Vorzeichen, ausgeblendete Elemente und Notenabstandsänderungen.
Anordnungs-Werkzeuge
In Dorico Pro können Sie mit dem Anordnungs-Werkzeugen Noten schnell und effizient verschiedenen Notenzeilen und Stimmen zuordnen.
Partien trennen
Sie können Partien an bestimmten rhythmischen Positionen trennen. In Dorico Pro sind Partien voneinander unabhängig. Das bedeutet, dass sie verschiedene Spieler enthalten, unterschiedliche Taktarten und Tonarten sowie unterschiedliche Notationsoptionen haben können, einschließlich unterschiedlicher Regeln für Notengruppierung und Vorzeichendauer.
Kommentare
Mit Hilfe von Kommentaren können Sie Hinweise oder Anweisungen an bestimmten Positionen Ihres Projekts hinzufügen, ohne dass dies Auswirkungen auf die Noten hat. Solche Kommentare werden in Dorico Pro als Anmerkungen aufgefasst und daher standardmäßig nicht gedruckt.
Notensatz-Modus
Im Notensatz-Modus können Sie alle Elemente in Ihrem Projekt verändern und bearbeiten, aber nicht löschen oder rhythmisch verschieben; auch eine Änderung der Tonhöhe von Noten ist in diesem Modus nicht möglich. Sie können außerdem festlegen, wie die Seiten in jedem Layout Ihres Projekts zum Drucken oder Exportieren formatiert werden sollen.
Projektfenster im Notensatzmodus
Das Projektfenster im Notensatz-Modus enthält die Standard-Werkzeugzeile, den Notenbereich und die Statuszeile. Es bietet Bereiche mit allen Werkzeugen und Funktionen, die Sie zum Formatieren von Seiten und Systemen sowie zum Festlegen der Eigenschaften einzelner Notationselemente in Ihrer Partitur benötigen.
Notensatz-Optionen (Dialog)
Der Dialog Notensatz-Optionen bietet mehrere Optionen für projektweite Änderungen der grafischen Darstellung und der Position von Elementen.
Musterseiten
Musterseiten in Dorico Pro funktionieren wie Vorlagen und ermöglichen es Ihnen, dieselbe Formatierung auf mehrere unterschiedliche Seiten in verschiedenen Layouts anzuwenden.
Partie-Überschriften
Mit den Partie-Überschriften können Sie die Titel der Partien direkt über ihrem ersten System automatisch anzeigen. Sie funktionieren wie Vorlagen, ähnlich wie Musterseiten.
Rahmen
Rahmen sind Kästen, die Ihnen die Positionierung von Noten, ergänzendem Text und Grafiken an beliebigen Stellen innerhalb der Ränder einer Seite ermöglichen.
Text formatieren
Dorico Pro kombiniert verschiedene Einstellungen für das Erscheinungsbild von Text, so dass Sie Schriften und Texte je nach Funktion an verschiedenen Stellen formatieren können.
Musiksymbole
Musiksymbole in Dorico Pro ist ein weit gefasster Begriff, der alle verschiedenen Elemente der Musiknotation abdeckt, einschließlich Halsfähnchen, Schlüssel, Artikulationen und die fettgedruckten Zahlen, die in Mehrtaktpausen und Taktarten verwendet werden.
Notenabstand
Die relativen Positionen von Noten und Pausen und die automatisch zwischen ihnen erstellten Abstände werden als Notenabstände bezeichnet.
Seitenformatierung
In Dorico Pro wird die Formatierung von Seiten durch eine Reihe von Faktoren bestimmt, darunter die Notenzeilengröße des Layouts, die Seitenränder, die angewandte Musterseite, angewandte Verteilungswerte, System- und Rahmenumbrüche sowie Rahmenabstände.
Seitengröße und Ausrichtung ändern
Sie können die Seitengröße und Ausrichtung jedes Layouts unabhängig ändern. Sie können zum Beispiel eine große Seite im Querformat für Gesamtpartitur-Layouts und eine kleine Seite im Hochformat für Einzelstimmen-Layouts verwenden.
Seitenränder ändern
Sie können die Seitenränder jedes Layouts unabhängig voneinander ändern, zum Beispiel wenn Sie breitere Ränder für Layouts in Projekten brauchen, für die eine Spiralbindung vorgesehen ist.
Standard-Notenzeilengröße ändern
Sie können für jedes einzelne Layout die Standard-Notenzeilengröße ändern. Z. B. können Sie eine geringe Notenzeilengröße in Gesamtpartitur-Layouts, aber eine höhere Notenzeilengröße in Einzelstimmen-Layouts nutzen.
Standardmäßige Notenzeilen-/System-Spationierung ändern
Sie können den Standardabstand zwischen Notenzeilen und Systemen in den einzelnen Layouts unabhängig voneinander ändern. So können Sie zum Beispiel in Gesamtpartitur-Layouts kleinere Abstände zwischen den Notenzeilen einstellen, damit mehr Notenzeilen darin Platz finden, und in Systemen in Einzelstimmen-Layouts größere Abstände festlegen, damit die Spieler genug Platz haben, um eigene Stiftmarkierungen anzufügen.
Vertikale Ausrichtung von Notenzeilen/Systemen ändern
Sie können den minimalen Ausfüllungs-Schwellenwert ändern, oberhalb dessen Dorico Pro Notenzeilen und Systeme automatisch vertikal ausrichtet, d. h. sie gleichmäßig verteilt, um die Höhe der Rahmen zu füllen. Sie können auch steuern, ob Notenzeilen und Systeme ausgerichtet werden sollen oder nur Systeme.
Leere Notenzeilen ausblenden/anzeigen
Sie können leere Notenzeilen für jedes Layout in Ihrem Projekt unabhängig von anderen Layouts ausblenden/anzeigen. So können Sie zum Beispiel alle Notenzeilen, einschließlich leerer Zeilen, in einem Partitur-Layout für den Dirigenten anzeigen, aber leere Notenzeilen in einem nur für Referenzzwecke erstellten Partitur-Layout ausblenden.
Seiten einfügen
Sie können in jedes Layout Ihres Projekts leere Seiten oder auf anderen Musterseiten basierende Seite einfügen, um zum Beispiel eine Titelseite hinzuzufügen.
Seiten löschen
Sie können leere Seiten und zusätzliche Seiten löschen, die Sie den Layouts hinzugefügt haben.
Layouts auf linken Seiten beginnen
Standardmäßig beginnen alle Layouts auf einer rechten Seite, da sich gemäß der Konvention ungerade Seiten immer auf der rechten Seite befinden. Sie können jedoch einzelne Layouts so einstellen, dass sie auf einer linken Seite beginnen, zum Beispiel um Seitenwechsel in diesem Layout zu erleichtern.
Mehrere Partien auf einer Seite erlauben/nicht erlauben
Sie können erlauben/nicht erlauben, dass neue Partien auf derselben Seite wie vorhergehende Partien angezeigt werden, sofern dafür ausreichend Platz vorhanden ist. So können Sie z. B. die Anzahl der für Einzelstimmen in Werken mit mehreren Sätzen benötigten Seiten reduzieren. Standardmäßig sind neue Partien auf derselben Seite in Einzelstimmen-Layouts erlaubt, in Gesamtpartitur-Layouts jedoch nicht.
Änderung bei Verwendung der ersten Musterseite
Sie können die Bedingungen ändern, unter denen die Erste-Musterseite in jedem Layout unabhängig verwendet wird, z. B. wenn Sie diese in der Gesamtpartitur am Beginn jeder Partie, in Einzelstimmen-Layouts jedoch nur für die erste Partie verwenden wollen, selbst wenn nachfolgende Partien oben auf der Seite beginnen.
Partie-Überschriften ein-/ausblenden
Sie können Partie-Überschriften in jedem Layout unabhängig ein- bzw. ausblenden, wenn Ihr Projekt nur aus einer Partie besteht und Sie nur den Projekttitel anzeigen wollen. Sie können auch die Überschrift der ersten Partie ausblenden, für nachfolgende Partien jedoch Partie-Überschriften einblenden.
Ränder über bzw. unter den Partie-Überschriften ändern
Sie können die Ränder über und unter den Partie-Überschriften ändern, die den Abstand zwischen der vorhergehenden Partie und der Partie-Überschrift bzw. den Abstand zwischen der Partie-Überschrift und der nachfolgenden Partie festlegen.
Informationen in laufenden Kopfzeilen oberhalb von Partie-Überschriften aus-/einblenden
Sie können Partie-Überschriften, Seitenzahlen und Partie-Seitenzahlen separat ein- und ausblenden, wenn sie oberhalb laufender Kopfzeilen oben auf einer neuen Seite in jedem Layout unabhängig voneinander angezeigt werden. Das Ausblenden solcher Informationen in laufenden Kopfzeilen ist beim Publishing üblich.
Standardränder von Notenrahmen ändern
Sie können für jedes einzelne Layout die Standardränder in allen Notenrahmen ändern. Dies ist zum Beispiel nützlich, wenn Sie in Einzelstimmen-Layouts mit vielen Hinweisen über der Notenzeile den Abstand über Notenrahmen vergrößern möchten.
Abstände in Notenrahmen einzeln ändern
Sie können die Abstände ober-/unterhalb einzelner Notenrahmen unabhängig von der für das Layout geltenden Einstellung ändern.
Ausrichtung finaler Systeme ändern
Standardmäßig werden in Dorico Pro finale Systeme in Partien nur dann über die volle Breite der Seite ausgerichtet, wenn sie zu mehr als der Hälfte gefüllt sind. Sie können diese Einstellung in jedem Layout unabhängig ändern.
Zusammenführung aktivieren/deaktivieren
Sie können die Zusammenführung in jedem Layout unabhängig aktivieren/deaktivieren. Für ein groß angelegtes Werk mit Orchester und Chor könnten Sie Gesangsnotenzeilen zum Beispiel in der Gesamtpartitur zusammenführen, in einer speziellen Gesangspartitur jedoch einzeln anzeigen.
Verteilen
Verteilen ist ein Begriff, der das Festlegen des Layouts von Notenseiten beschreibt, zum Beispiel die Einstellung der Anzahl von Takten pro System. In Dorico Pro können Sie sowohl die Anzahl der Takte pro System als auch die Anzahl der Systeme pro Notenrahmen in jedem Layout unabhängig voneinander festlegen.
Notenzeilengröße
Die Notenzeilengröße beschreibt den Abstand zwischen den obersten und untersten Linien von Notenzeilen und kann als Punktgröße oder in einer anderen unterstützten Maßeinheit, zum Beispiel in Millimetern, angegeben werden. Einzelne Notenzeilen können Sie auf Basis der Standard-Notenzeilengröße im Layout skalieren. Die optimale Notenzeilengröße hängt vom vorgesehenen Zweck des Layouts ab.
Notenzeilenspationierung
Die vertikale Positionierung von Notenzeilen und Systemen innerhalb von Rahmen wird als Notenzeilenspationierung bezeichnet. Bei der Berechnung der Notenzeilenspationierung werden die Höhe der Notenzeilen und die notwendigen Abstände zwischen Notenzeilen und Systemen berücksichtigt.
Rahmenumbrüche
In Dorico Pro können Sie Rahmenumbrüche verwenden, um Notationen in den nächsten Rahmen zu schieben, der sich normalerweise auf der nächsten Seite befindet. Sie können also mit Hilfe von Rahmenumbrüchen Seitenumbrüche erzeugen. Beispielsweise können Sie mit Rahmenumbrüchen an bestimmten Positionen von Einzelstimmen-Layouts Seitenumbrüche einfügen.
Systemumbrüche
Systemumbrüche treten auf, wenn das Notenmaterial den rechten Seitenrand erreicht und daher in einem neuen System fortgesetzt werden muss, das sich für gewöhnlich unter dem vorigen System auf derselben Seite oder auf einer neuen Seite befindet. Dorico Pro ordnet Noten in Systemen automatisch so an, dass sie einwandfrei gesetzt und gut lesbar sind, aber Sie können Systemumbrüche auch manuell steuern.
Tacets
Mit Tacets wird angezeigt, dass ein Spieler in einem Teil einer Partie pausiert, wobei es sich z. B. um den Satz einer Symphonie oder ein Cue einer Filmmusik handeln kann. In Dorico Pro können Sie Tacets automatisch generieren.
Zusammenführen
Beim Zusammenführen werden die Noten mehrerer Spieler in weniger Notenzeilen als üblich angezeigt. Normalerweise geschieht dies dadurch, dass die gemeinsame Nutzung einer Notenzeile durch mehrere Instrumente derselben Art erlaubt wird, zum Beispiel Flöten 1-2 oder Hörner 1-4. In Dorico Pro ist dies ein automatischer Prozess, der es Ihnen ermöglicht, zusammengeführte Notenzeilen in bestimmten Layouts (zum Beispiel Gesamtpartitur-Layouts) anzuzeigen und für andere Layouts (zum Beispiel Einzelstimmen-Layouts) normale, nicht zusammengeführte Notenzeilen zu verwenden.
Einzelstimmenformatierung übertragen
Die Übertragung der Einzelstimmenformatierung umfasst das Kopieren der Layout-Optionen und der Systemformatierung, die das Layout von Seiten in bestimmten Einzelstimmen-Layouts bestimmen, und ihre Anwendung auf andere Einzelstimmen-Layouts. Dies kann bei der Formatierung ähnlicher Einzelstimmen Zeit sparen.
Wiedergabe-Modus
Im Wiedergabe-Modus können Sie einstellen, wie Ihre Musik bei der Wiedergabe klingt, zum Beispiel indem Sie die Wiedergabevorlage ändern und VST-Instrumente zuweisen, Automationsdaten eingeben, den Mix anpassen und die klingende Dauer von Noten bei der Wiedergabe ändern, ohne dass dies Auswirkungen auf ihre notierten Notenwerte hat.
Projektfenster im Wiedergabe-Modus
Das Projektfenster im Wiedergabe-Modus enthält die Standard-Werkzeugzeile und die Event-Darstellung sowie ein Werkzeugfeld und Bereiche, die alle Werkzeuge und Funktionen enthalten, mit denen Sie Ihr Projekt für die Wiedergabe vorbereiten können.
Wiedergabeoptionen-Dialog
Der Wiedergabeoptionen-Dialog bietet mehrere Optionen, mit denen Sie projektweit einstellen können, wie die von Ihnen geschriebene Musik bei der Wiedergabe klingt. Diese Optionen beeinflussen die Wiedergabe, unabhängig von Expression-Maps und Patches.
Event-Darstellung
Die Event-Darstellung im Wiedergabe-Modus ist das Äquivalent des Notenbereichs im Schreiben-Modus. Sie ermöglicht Ihnen, Ihre Noten anzusehen und zu bearbeiten, der Fokus liegt hier allerdings mehr auf dem Klang bei der Wiedergabe als auf der Notation. Die Event-Darstellung stellt Ihr Projekt auf eine Art dar, die der von Digital-Audio-Workstations oder DAWs ähnelt, wie zum Beispiel Cubase.
Spuren
Spuren sind horizontale Zeilen in der Event-Darstellung, die den Zeitverlauf der Noten von links nach rechts abbilden. Mit ihnen können Sie mehrere musikalische Elemente in einem Projekt gleichzeitig, aber voneinander unabhängig steuern.
Abspielmarke
Die Abspielmarke ist eine vertikale Linie, die sich während der Wiedergabe bewegt und die aktuelle rhythmische Position anzeigt. Sie wird auch als Wiedergabelinie bezeichnet.
Noten wiedergeben
Sie können Ihre geschriebenen Noten entweder ab Beginn des Projekts oder ab einem bestimmten Punkt anhören. Außerdem können Sie in jedem Modus die Wiedergabe-Tastaturbefehle verwenden.
Swing-Wiedergabe
Swing ist ein Spielstil, bei dem identisch notierte Noten in einem regelmäßigen Muster aus abwechselnd längeren und kürzeren Noten gespielt werden. Dies beinhaltet normalerweise Achtelnoten, die als Viertelnoten-Triole gefolgt von einer Achtelnoten-Triole gespielt werden.
Mixer
Mit dem Mixer können Sie die bei der Wiedergabe erzeugten Sounds sowohl für den Masterausgang als auch für jeden einzelnen Kanal steuern.
Transport-Fenster
Das Transport-Fenster umfasst alle Transportfunktionen in Dorico Pro. Es enthält präzisere Versionen der in der Werkzeugzeile verfügbaren Transportfunktionen sowie zusätzliche Transportfunktionen.
Wiedergabevorlagen
Dorico Pro nutzt Wiedergabevorlagen, um den Instrumenten in Ihrem Projekt Sounds aus VST-Instrumenten und MIDI-Geräten zuzuordnen.
Endpunkte
Der Begriff Endpunkt bezeichnet die Kombination aus Ein- und Ausgängen, die dazu führt, dass für jedes Instrument der richtige Sound wiedergegeben wird.
Expression-Maps
Expression-Maps geben Dorico Pro vor, wie die Patches und Sounds in den VST-Instrumenten, die Sie in Ihr Projekt geladen haben, richtig verwendet werden.
Percussion-Maps
Ungestimmte Perkussionsinstrumente werden anhand von Patches wiedergegeben, die ungestimmte Sounds verschiedenen MIDI-Noten zuordnen. Die Tonhöhen, die benötigt werden, um verschiedene ungestimmte Sounds zu erzeugen, variieren je nach Gerät, Sound-Bibliothek, Hersteller und so weiter. Sie haben keinen Bezug zu der Position von Perkussionsinstrumenten in fünfzeiligen Notensystemen.
Gespielte vs. notierte Dauer
Im Wiedergabe-Modus können Sie Noten im Pianorollen-Editor mit ihrer gespielten oder ihrer notierten Dauer anzeigen.
Drucken-Modus
Im Drucken-Modus können Sie Ihre Layouts drucken oder als Grafikdateien exportieren, zum Beispiel als PDF oder SVG.
Projektfenster im Drucken-Modus
Das Projektfenster im Drucken-Modus enthält die Standard-Werkzeugzeile und den Druckvorschaubereich sowie Bereiche und Abschnitte mit Werkzeugen und Funktionen, die es Ihnen ermöglichen, den Druck oder Export Ihrer Layouts vorzubereiten.
Layouts drucken
Sie können Layouts einzeln oder mehrere Layouts zusammen drucken. Sie können die Druckeinstellungen für jedes Layout unabhängig festlegen; zum Beispiel können Sie verschiedene Drucker für verschiedene Layouts im selben Projekt auswählen.
Layouts als Grafikdateien exportieren
Zum Exportieren einzelner Layouts als Grafikdatei können Sie viele verschiedene Optionen wählen, zum Beispiel PDF oder PNG.
Drucker
Sie können Layouts aus Dorico Pro-Projekten mit jedem Drucker drucken, der an Ihren Computer angeschlossen ist.
Seitenanordnungen zum Drucken/Exportieren
Dorico Pro bietet verschiedene Seitenanordnungen, die Sie nutzen können, um Ihre Layouts zu drucken/exportieren.
Doppelseitiger Druck
Dorico Pro ermöglicht doppelseitigen Druck, so dass Sie beide Seiten eines Papierbogens bedrucken können.
Seiten- und Papiergrößen
In Dorico Pro gibt es für Seiten- und Papiergrößen verschiedene Einstellungen. Das bedeutet, dass Sie Layouts mit beliebiger Seitengröße auf Papier einer anderen Größe drucken können.
Grafikdateiformate
Dorico Pro unterstützt mehrere Grafikdateiformate, in die Sie Ihre Layouts exportieren können.
Anmerkungen
Anmerkungen liefern zusätzliche Informationen über gedruckte oder exportierte Dokumente, wie z. B. das Datum und die Uhrzeit, zu der sie gedruckt wurden. Verleger und Druckereien können diese Informationen nutzen, um das gedruckte Bild einwandfrei zu erkennen und zu registrieren bzw. um die exportierte Grafik in eine DTP-Anwendung einzubinden.
Einleitung
Diese Notationsreferenz enthält Informationen zu den anerkannten Konventionen für die Darstellung bestimmter Notationselemente sowie für die Veränderung ihres Erscheinungsbilds und ihrer Platzierung in Dorico Pro, sowohl für einzelne Objekte als auch – durch Ändern der Standardeinstellungen – für alle Objekte.
Vorzeichen
Vorzeichen werden neben Noten angezeigt, um ihre Tonhöhe anzugeben – sowohl beim Notieren in einer Notenzeile als auch beim Ausschreiben in Textform. Bei Musik, die die westliche Tonalität nutzt, geben sie für gewöhnlich an, dass die Tonhöhe einer Note geändert wurde, so dass sie nicht mehr der momentan geltenden Tonart entspricht.
Artikulationen
Artikulationen sind Markierungen, die über oder unter Noten und Akkorden platziert werden. Artikulationen geben einem Interpreten Anweisungen, wie eine Note angespielt oder wie lang eine Note relativ zu ihrer notierten Dauer gehalten werden soll.
Takte
Takte zeigen einen für gewöhnlich regelmäßigen Zeitabschnitt an, der der jeweiligen Anzahl von Zählzeiten entspricht und normalerweise durch die festgelegte Taktart vorgegeben wird. Takte werden von anderen Takten, die links und rechts neben ihnen liegen, durch vertikale Taktstriche getrennt.
Taktstriche
Taktstriche sind vertikale Linien, die durch Notenzeilen verlaufen, um anzugeben, wie die Noten entsprechend der Taktbezeichnung in Takte unterteilt sind.
Taktzahlen
Taktzahlen stellen in Noten mit mehreren Spielern einen unverzichtbaren Referenzpunkt dar und verdeutlichen die chronologische Abfolge der Musik. Sie zeigen an, wo sich Spieler im Stück befinden, so dass sie sich bei Proben und Konzerten jederzeit zurechtfinden können.
Verbalkung
Ein Balken ist eine Linie, die Noten miteinander verbindet, um eine rhythmische Gruppierung anzuzeigen; diese Gruppierung variiert entsprechend der metrischen Struktur der aktuellen Taktart.
Gruppieren von Noten und Pausen
Es gibt allgemein anerkannte Konventionen für die Notation und Gruppierung von Noten und Pausen unterschiedlicher Dauer unter unterschiedlichen Umständen und in unterschiedlichen Metren. In Dorico Pro werden Noten automatisch so notiert, dass sie in Takte passen, und gemäß Ihren projektbezogenen Einstellungen gruppiert.
Klammern und Akkoladen
Klammern und Akkoladen sind dicke gerade bzw. geschwungene Linien am linken Seitenrand, die Gruppierungen von Instrumenten anzeigen.
Akkordsymbole
Akkordsymbole beschreiben die vertikale Harmonie der Noten an einem bestimmten Moment. Sie werden häufig in der Jazz- und Popmusik eingesetzt, wo Spieler oft um Akkordfolgen herum improvisieren.
Akkorddiagramme
Akkorddiagramme stellen das Muster von Saiten und Bünden auf Bundinstrumenten dar und zeigen mit Hilfe von Punkten die Fingerpositionen an, die zum Erzeugen des jeweiligen Akkords erforderlich sind. Sie stellen die spezifische Form von Akkorden auf kompakte Art und Weise dar und sind nützlich, wenn ein bestimmtes Voicing für einen Akkord gewählt werden soll.
Schlüssel
Ein Schlüssel ist das Symbol am Beginn jedes Systems, das den Noten in der Notenzeile einen Kontext gibt: Er gibt Ihnen Aufschluss darüber, welche Note der Tonleiter den einzelnen Linien und Zwischenräumen der Notenzeile entspricht.
Oktavzeichen
Oktavzeichen geben an, wo Noten höher/tiefer gespielt werden, als sie in der Partitur bzw. in der Einzelstimme notiert sind.
Cues
Cues sind Notenpassagen, die in den Stimmen anderer Spieler angezeigt werden, für gewöhnlich um ihnen vor Einsätzen oder Soli nach langen Pausen die Orientierung zu erleichtern.
Dynamikanweisungen
Dynamikanweisungen legen die Lautstärke der Musik fest und können mit anderen Anweisungen kombiniert werden, um Spielern Aufschluss darüber zu geben, wie die Noten ausgeführt werden sollen, aber dennoch Raum für Interpretation zu lassen.
Fingersätze
Sie können Fingersätze zu Noten hinzufügen, um zu empfehlen, welche Finger Spieler für bestimmte Noten benutzen sollten. Dies kann nützlich sein, wenn sich die Noten an Spieler richten, die das Instrument noch erlernen, oder für schwierige musikalische Passagen, bei denen bestimmte Fingersätze die Noten deutlich leichter spielbar machen.
Titelei
Titelei ist in Dorico Pro ein weiter Begriff, der alle Informationen umfasst, die vor dem ersten Takt mit Noten in Partituren zu finden sind.
Vorschläge
Vorschläge sind Noten ohne feste Dauer, die schnell gespielt werden sollen. Sie werden als verkleinerte Version normaler Noten angezeigt, durch deren Hals normalerweise ein Strich verläuft.
Fermaten und Pausen
Es werden unterschiedliche Notationselemente verwendet, um anzuzeigen, dass der vorgegebene rhythmische Fluss der Musik vorübergehend unterbrochen werden soll, entweder durch ein kurzes Ausruhen auf einem Ton oder einen Moment Stille. Der subtilste Effekt wird durch ein Tenuto-Zeichen erzielt; deutlichere Unterbrechungen sind mit Hilfe von Fermaten und Pausen möglich.
Tonarten
Tonartangaben sind Markierungen, die die aktuelle Tonart der Noten angeben, indem sie anzeigen, welche Noten in der Skala durch ein Kreuz erhöht bzw. durch ein Be erniedrigt werden. Sie werden am Anfang jedes Systems in jeder Notenzeile angezeigt, für die sie gelten.
Liedtext
In Dorico Pro wird der Begriff Liedtext für allen Text verwendet, der von Sängern gesungen wird.
Noten
Noten sind Symbole, die in Notenzeilen gesetzt werden, um Tonhöhen anzuzeigen. Meist werden Noten mit ovalen Notenköpfen angezeigt, die je nach ihrer Länge entweder leer oder gefüllt sind. Sie können aber aus einer Vielzahl von Notenkopf-Designs wählen.
Obertöne
Obertöne sind Tonhöhen, die durch das Berühren schwingender Saiten an bestimmten Positionen erzeugt werden, so dass der jeweilige harmonische Teilton klingen kann. Obertöne haben häufig eine hohe Tonhöhe und einen klareren Klang als gegriffene Tonhöhen. Es gibt zwei Arten von Obertönen: natürliche und künstliche.
Ornamente
Ornamente zeigen an, das neben der notierten Tonhöhe mehrere andere Noten gespielt werden sollen. Sie werden genutzt, um Musik auszuschmücken, z. B. in der Barockmusik, die großzügig mit Trillern und anderen Ornamenten verziert ist.
Arpeggio-Zeichen
Arpeggio-Zeichen sind vertikale Linien, die anzeigen, dass Akkorde arpeggiert bzw. aufgelöst gespielt werden sollen, so dass die einzelnen Noten im Akkord in kurzen Abständen nacheinander erklingen. Arpeggio-Zeichen werden normalerweise in Form von vertikalen Wellenlinien angezeigt.
Glissando-Linien
Glissando-Linien zeigen einen fließenden Übergang zwischen zwei Noten an, welcher nahtlos oder in chromatischen Schritten erfolgen kann. Es kann sich bei ihnen um gerade oder gewellte Linien handeln, die sich mit oder ohne begleitende Textangabe anzeigen lassen.
Gitarren-Bendings
Gitarren-Bendings sind eine Technik, die häufig auf elektrischen Gitarren genutzt wird und bei der der Instrumentalist eine gedrückte Saite nach unten oder oben veschiebt und dadurch ihre Spannung erhöht. Durch diese Straffung entsteht die charakteristische Tonhöhenverschiebung.
Jazz-Artikulationen
Jazz-Artikulationen in Dorico Pro umfassen eine Reihe von Notenornamenten, die für das Genre Jazz typisch sind, insbesondere bei Blasinstrumenten.
Seitenzahlen
Seitenzahlen werden verwendet, um jeder Seite eine eindeutige Zahl zuzuordnen und ihre Position relativ zu anderen Seiten anzuzeigen. Ebenso wie Zeitungen und Bücher nutzen auch Musikpartituren und Einzelstimmen Seitenzahlen, um zu gewährleisten, dass die Noten in der richtigen Reihenfolge bleiben.
Harfen-Pedalangaben
Harfen-Pedalangaben sind ein weit gefasster Begriff, der die besonderen Anforderungen für die Harfen-Notation beschreibt. Er bezieht sich vor allem auf Harfenpedal-Schaubilder, die häufig aufgrund der Änderung der Stimmung bei modernen Konzertharfen benötigt werden.
Pedallinien
Pedallinien zeigen Instrumentalisten an, welche Klavierpedale zu betätigen sind, können aber auch Anweisungen zur Ausführung geben, z. B. wie weit Pedale gedrückt werden sollen und wann ein Pedal losgelassen werden muss, um die Resonanz zu dämpfen.
Spielanweisungen
Der Begriff Spielanweisungen deckt eine umfassende Reihe von Angaben ab, die Instrumentalisten zur Abwandlung des Klangs ihrer gespielten Noten auffordern, z. B. durch Ändern ihres Ansatzes bzw. ihrer Bogenhaltung oder durch Modifikation ihres Instruments durch Anbringen eines Dämpfers oder Drücken eines Pedals.
Studierzeichen
Studierzeichen sind eine geordnete Abfolge von Buchstaben oder Zahlen, die zusammen mit Taktzahlen in Noten mit mehreren Spielern einen Referenzpunkt darstellen und die chronologische Abfolge der Musik verdeutlichen.
Marker
Marker sind Beschriftungen, die einer bestimmten zeitlichen Position zugeordnet sind, am häufigsten in Bezug auf ein Video. Sie zeigen typischerweise einen wichtigen Moment an, der einen musikalischen Höhepunkt erfordert, und Komponisten verwenden sie oft, um den Schreibprozess zu gliedern.
Timecodes
Timecodes zeigen eine genaue zeitliche Position an, meist bei Videos. Sie ermöglichen eine präzise Synchronisation mehrerer Elemente, zum Beispiel Musik und bewegte Bilder, und können als Referenz verwendet werden.
Wiederholungsenden
Bei Musik mit wiederholten Passagen zeigen Wiederholungsenden an, welche Takte am Ende jeder Wiederholung gespielt werden; falls nötig, werden für jede Wiederholung unterschiedliche Enden angegeben. Sie werden auch als Voltenklammern oder als erstes und zweites Ende bezeichnet; in diesem Handbuch bezeichnen wir sie jedoch als Wiederholungsenden.
Wiederholungsmarker
Wiederholungsmarker zeigen an, dass musikalisches Material wiederholt werden soll, aber im Gegensatz zu Wiederholungsenden beinhalten Wiederholungsmarker oft das Springen an verschiedene Positionen und Abschnitte, statt sich nacheinander durch die Musik zu bewegen.
Taktwiederholungen
Taktwiederholungen zeigen an, dass die Notenangaben der vorangehenden Takte exakt wiederholt werden soll, allerdings ohne dies erneut zu notieren. Taktwiederholungen können Gruppen mit einem, zwei oder vier Takten umfassen.
Rhythmusstriche
Rhythmusstriche sind diagonale Linien auf Notenzeilen, die Spielern anzeigen, dass etwas gespielt werden soll, ohne die genauen Rhythmen und Tonhöhen anzugeben. Sie werden oft von Akkordsymbolen begleitet, die dem Spieler den zu verwendenden Notensatz anzuzeigen.
Pausen
Pausen sind Markierungen mit einem rhythmischen Wert, die angeben, dass für die jeweilige Dauer keine Note gespielt wird. Jede Notenlänge hat eine entsprechende Pause; z. B. unterscheidet sich eine Viertelnotenpause von einer Sechzehntelnotenpause.
Bindebögen
Bindebögen sind verjüngte, gekrümmte Linien, die Noten verbinden, um eine Legato-Artikulation und -Phrasierung anzuzeigen.
Notenzeilenbeschriftungen
Notenzeilenbeschriftungen werden verwendet, um Notenzeilen in Partituren mit mehreren Spielern zu kennzeichnen. Sie werden links von Systemen vor dem ersten Taktstrich positioniert. Notenzeilenbeschriftungen zeigen die Instrumente an, die aktuell die Noten in den Notenzeilen spielen, auf die sie sich beziehen.
Notenzeilen
Eine Notenzeile ist eine Linie oder eine Gruppe von Linien, auf denen musikalische Noten notiert werden, um die Tonhöhe und die Rhythmik der Musik anzugeben. Gestimmte Instrumente nutzen die traditionelle Notenzeile aus fünf Linien, während ungestimmte Instrumente häufig in einer Notenzeile mit einer einzigen Linie notiert werden.
Divisi
In Divisi werden Spieler aufgeteilt oder unterteilt, um mehrere Notenlinien zu spielen, normalerweise für eine kurze Passage, bevor die Spieler wieder gemeinsam oder tutti spielen. Divisi-Passagen können mit allen Linien in einer einzelnen Notenzeile oder über mehrere Notenzeilen hinweg notiert werden.
Tabulatur
Tabulatur ist eine Art der Notation, die als Alternative zur Notenzeile mit fünf Linien für Instrumente mit Bünden verwendet wird. In Tabulaturen werden Tonhöhen durch Bundnummern angegeben. Die Linien, auf denen sie positioniert werden, stehen jeweils für eine Saite des Instruments. Da Tabulaturen häufig für Gitarren verwendet werden, haben sie meistens sechs Linien.
Notenhälse
Notenhälse sind vertikale Linien, die in halben Noten oder kürzeren Notenwerten von Notenköpfen abgehen. In Verbindung mit dem Notenkopf-Design dienen sie zur eindeutigen Kennzeichnung des Notenwertes.
Tempomarkierungen
Tempomarkierungen geben an, wie schnell Musik gespielt wird, häufig anhand einer Kombination von Textanweisungen und Metronomangaben. Sie werden auch als Tempoänderungen oder Tempoangaben bezeichnet.
Haltebögen
Ein Haltebogen ist eine gekrümmte Linie, die zwei Noten derselben Tonhöhe miteinander verbindet. Wenn mehrere angrenzende Noten durch eine Folge von Haltebögen verbunden werden, wird dies als Haltebogenkette bezeichnet.
Taktarten
Taktarten geben das Metrum an und gelten für alle Takte ab ihrer ersten Angabe bis zu einer eventuellen Taktartänderung an einer späteren Stelle. Der Begriff Metrum beschreibt den rhythmischen Puls der Musik und ihre Unterteilung in Zählzeiten und Takte.
Tremolos
Tremolos sind dicke, abgeschrägte Linien, die durch einzelne Notenhälse verlaufen oder zwischen mehreren Notenhälsen positioniert werden. Sie werden verwendet, um anzuzeigen, dass Noten wiederholt werden sollen, entweder einzeln oder in Folgen von mehreren Noten.
Triolen und N-tolen
Triolen und N-tolen zeigen an, dass eine Zählzeit in eine andere Anzahl von Unterzählzeiten aufgeteilt ist, als man aufgrund des aktuellen Metrums vermuten würde. Sie können verwendet werden, um mehr oder weniger Noten in einem Takt unterzubringen, als dort gemäß dem üblichen Unterteilungsmuster vorhanden wären.
Ungestimmte Perkussion
Der Begriff Ungestimmte Perkussion deckt alle Perkussionsinstrumente ab, die nicht auf bestimmte Tonhöhen gestimmt sind. Dies schließt Instrumente wie Bassdrum, Güiro, Maracas, Becken und Shaker ein.
Stimmen
Bei vielen Instrumenten wie z. B. Flöte oder Posaune enthält jede Notenzeile für gewöhnlich eine einzelne musikalische Linie in einer einzelnen Stimme, die von links nach rechts entlang der Notenzeile gelesen wird. Wenn mehrere unabhängige musikalische Linien in einer einzelnen Notenzeile angezeigt werden sollen, kann jede Linie eine eigene Stimme darstellen.
Mechanik
Artikulation
Zuordnung
Takt
Auflösungszeichen
Eingabemarke
Verteilen
Erinnerungsvorzeichen
Kanal
Akkord
Akkordeingabe
Vermeidung von Zusammenstößen
Spalte
Zusammenführen
Klingende Notation
Kontextmenü
Positionszeiger
Ghost-Note
Ein-/Ausblenden-Pfeil
divisi
Schlagzeug
EDO
Endpunkt
Notensatz-Modus
Notensatz-Optionen
enharmonisch äquivalent
Ensemble
explizite Pause
Verteilen
Familie
Fermate
Partie
Formatieren
fps
Fragment
Rahmen
Bundinstrument
Gesamtpartitur
Fortlaufende Ansicht
Vorschlag
Gruppe
Griff
Gabel
Halbtakt
Obertonreihe
Haken
Horizontale Ausrichtung
implizite Pause
Einfügen-Modus
Instrument
Instrumenten-Transposition
Element
Ausrichtung
Tastaturbefehl
Layout
Layout-Optionen
Notenwert sperren
Liedtext
MIDI
Molltonart
Molltonleiter
Modi
Mehrtaktpausen
MusicXML
Notenbereich
Knotenpunkt
Notationsoptionen
Noteneingabe
Abstand
Abstandspause
Seitenumbruch
Seitenansicht
Bereich
Einzelstimme
Teilton
Patch
Ändern des Pedalniveaus
Auftakt
Tonhöhenüberschneidung
Wiedergabe-Modus
Spieler
Abspielmarke
Durchlauf
PlugIn
Mauszeiger
Polymeter
Einblendfeld
Einleitung
Druckvorschaubereich
Drucken-Modus
Projekt
Eigenschaften
Quantisierung
Rastralgröße
Reduzieren
rhythmisches Raster
Partitur
Satzspieler
Einrichtungsmodus
SMuFL
Solospieler
Spatium
Spationierung
Schreibweise
getrennter Hals
notenzeilenabhängige Platzierung
Griff für Notenzeilenspationierung
Verschiebungsangabe für Saiteninstrumente
Strich
SVG
Systemumbruch
Systemformatierung
Systemausfüllungsanzeige
Systemobjekt
Griff für Systemspationierung
Tempospur
Token
Touchpad
Transport
transponierte Notation
Triole/N-tole
tutti
vertikale Ausrichtung
Stimme
VST-Instrument
Schreiben-Modus